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Die Werrabrücke


Für die Bürger Lindewerras ist die Werrabrücke ein Bauwerk von ganz besonderer Bedeutung, denn sie verband mit ihrer Fertigstellung im Jahre 1901 die durch die Werra getrennten Gemarkungsteile des Ortes. Die sechsbogige Sandsteinbrücke nutzten vor allem die Bauern, um zu ihren Feldern zu gelangen, aber auch für die Stockmacher war die Verbindung zum hessischen Nachbarort Oberrieden und dessen Bahnstation von großem Nutzen. Tausende Wanderfreunde überquerten die Brücke auf ihrem Weg von der Burg Hanstein über die Teufelskanzel und Lindewerra zur hessischen Burg Ludwigstein.

Beim Anrücken der amerikanischen Arme sprengten Soldaten der deutschen Wehrmacht am 8. April 1945 die Werrabrücke, deren Reste bis 1989 nicht nur Male der Erinnerung und Hoffnung blieben, sondern auch zu einem Symbol der deutschen Trennung wurden.
Erst nachdem engagierte Bürger Lindewerras ab 1995 mehrfach nachdrücklich die Wiedergutmachung eines offensichtlichen Kriegsschadens gefordert hatten, begann im September 1998 der Wiederaufbau der Brücke mit der Sanierung des denkmalgeschützten östlichen Brückenteils. Durch einen 60 m langen neuen Stahlverbundüberbau wurde die Verbindung zwischen den verbliebenen Sandstein-Brückenbögen und dem heute hessischen Ufer hergestellt. Die Baukosten in Höhe von 2,4 Millionen DM trugen der Freistaat Thüringen zu zwei und das Land Hessen zu einem Drittel.
Die Verkehrsfreigabe der Brücke am 17. Juli 1999 war nicht nur der Höhepunkt der 700-Jahr-Feier der urkundlichen Ersterwähnung Lindewerras, sondern wohl eines der bedeutendsten Ereignisse der Ortsgeschichte.